In English – scroll down for German:

“Manufacturing consent” – that is exactly what the Media no matter if TV, Radio or Newspaper are doing.

Orwell’s 1984 departments of propaganda and censorship are here.

And that is why they deserve the title “press of lies” – which is not supposed to keep brave reporters doing their job in a righteous way – as Wikileaks does and Glenn Greenwald continues on https://theintercept.com/

I myself got my impression about the G20 from privately owned news channel called N-TV (owned by RTL).

The people living there were angry and upset and did not understand – why Hamburg – Helgoland is also a beautiful island.

My impression was – a lot of violence. But if you read the following paragraph carefully – you realize – it all started peaceful – even the black dressed extreme left protesters marching at the head of the protest – did not do anything – until the police stopped the protest march – by blocking their way – encircling them and then sending 30 police man with pepperspray (actually forbidden to be used against humans in Germany) right into the black crowd.

Of course – the idea was to disperse them – but actually that is like fighting fire with fire.

Or violence with violence. It just does not work.

Only with one target in mind – maximum escalation.

Why maximum escalation?

Because maximum escalation means – more money for the “security sector”.

more military budget, more fences, more arms, more weapons, more cameras, more surveillance, more mass spying, more secret services budget and so on.

It would not be the first time where those in power actually manufacture their own enemy.

It is well known that in Maidan, Kiew, Ukraine – NATO secret army snipers – shot at both sides of the protest – killing (unarmed) police men and (unarmed) protesters – in order to escalate the situation – in order to make the crowd angry and overthrow the president.

It was manipulative – a lot of people died – but it worked.

In the end – for the CIA – nothing else matters.

in German:

“Manufacturing consense” – frei übersetzt – “gedankliche Gleichschaltung” – genau das – machen unsere Medien – durch die Bank von TV über Radio über Zeitung.

Und damit haben Sie sich leider den Titel “Lügenpresse” verdient – was aber mutige Reporter nicht davon abhalten soll – gute Arbeit zu machen – ich denke diese wird belohnt.

Ich habe selbst N-TV geschaut als der G20-Gimpfel in Hamburg statt fand und dort war schon zu sehen, dass die Anwohner einfach nur genervt sind – und nicht verstehen – warum man so einen Gipfel UMBEDINGT in Hamburg abhalten muss.

Helgolant ist doch auch schön und dort leben weit weniger Menschen.

Wollte man etwa bewusst eskalieren?

Dieser Bericht eines Augenzeugen ohne Presseausweis deutet darauf hin.

“Ihr lieben Menschen,
Ich bin traurig, wütend, erschüttert und ein wenig traumatisiert von den Erfahrungen während des Gipfeltreffens in Hamburg.

Es gab so viele Szenen sinnloser und ungerechtfertigter Gewalt seitens Polizeibeamter, dass ich einen Roman schreiben könnte.

Das alleine ist schlimm.

Doch es waren keine Einzeltäter: Die Einsatzleitung zielte mit ihrer Taktik – offensichtlich gedeckt von der Politik – ganz bewusst auf ein Ziel: Maximale Eskalation.

Am Schockierendsten waren dann die Titelseiten am nächsten Morgen: Linke Gewalt ist (laut den großen Blättern) offensichtlich das Problem in Hamburg.
Donnerstag Abend: Ich gehe zur Welcome to Hell Demo um gegen die menschenverachtende Politik der G20 zu demonstrieren, die vor allem Politik für große internationale Firmen machen und bei denen ein Großteil der Weltbevölkerung keine Stimme hat.

Ich trage ein buntes Hemd – genauso wie bestimmt 5000 andere Menschen. Die Stimmung ist ausgelassen.

Der Demozug setzt sich in Bewegung. Allen voran 500-1000 schwarz gekleidete Menschen.

Manche – längst nicht alle von ihnen – sind “vermummt”.

Es fühlt sich ein wenig an wie Apokalypse – der Anblick lässt mich an düstere Science-Fiktion Filme denken. Auf so einer Demo war ich noch nie.

Die Polizei tut, was sie offensichtlich schon seit Wochen geplant hat: Genau an der Stelle, wo auch der hinterste Teil des schwarzen Blocks zwischen Hafenmauer (auf der ich stehe) und Wohnhäusern eingekesselt ist, wird der Demozug von 6 Wasserwerfern – die lange vor Demobeginn dort warteten, angehalten. Über Lautsprecherdurchsage (ich verstehe kein Wort davon und muss eine Polizistin fragen) werden die Demonstranten aufgefordert, ihre Vermummung abzulegen. Viele folgen der Aufforderung, aber längst nicht alle. Dann passiert zunächst einmal eine volle Stunde lang – nichts.

Ich war ehrlich überrascht, dass von Demonstranten keinerlei Provokation ausging.

Keine Flasche, die geworfen wurde.

Keine Pyrotechnik.

Nichts.

Ich dachte, die sind gefährlich?

Unglaublich langsam aber bestimmt umkesselt die Polizei den schwarzen Block.

Ich gehe auf der Hafenmauer nach vorne um aus der ersten Reihe einen Blick auf die Demonstration zu werfen.

Und just in diesem Moment und für mich völlig überraschend sehe ich, wie ein Trupp von mindestens 30 Polisten mit gezogenem Schlagstock in eine Gruppe vermummter Menschen hineinsprintet, um sich prügelt und ohne Vorwahrnung Pfefferspray einsetzt.

Panik bricht aus.

Menschen weichen zurück, rennen von rechts nach links und von links nach rechts.

Der schwarze Block flieht: Ich sehe wie Zuschauende versuchen, den eingekesselten bei der Flucht auf die Hafenmauer zu helfen.

Und wie sogar diesen ohne Vorwarnung Pfefferspray ins Gesicht gesprüht wird.

Festnahmen nehme ich kaum war.

Dafür um so mehr Gewalt.

95% davon initiert seitens der Polizei.

Ein Trupp schubst und schlägt ein paar Menschen von links nach rechts, ein anderer zeitgleich von rechts nach links.

Ist das jetzt Strategielosigkeit oder die Strategie? Auf einen Mann mit blutüberströmtem Kopf, wird weiter eingeschlagen während andere Beamten ihre Kollegen dabei schützen.

Ich selber sitze genauso wie viele in der Falle: Sowohl rechts als auch links von mir wir geprügelt und gejagt. Während all dieser Zeit sehe ich höchstens vereinzelt Flaschenwürfe.

Die “Linke Gewalt”, die am nächsten Morgen die Titelblätter ziert kommt erst Stunden später so richtig in Fahrt.

Ich bin enttäuscht davon, dass offensichtlich später ein paar handvoll Menschen nichts besseres zu tun haben, als Autos anzuzünden. Ich bin enttäuscht von der Politik, dass sie einen Einsatzleiter deckt und befördert, der sich offensichtlich nicht um Gesetze schert.

Wäre die Demo später eskaliert? Vermutlich schon, aber nicht so! Nicht so sehr, und nicht mit dem Rückhalt aller Anwesenden.

Ich bin enttäuscht von den Medien, denen ich – abseits der Bild-Zeitung – mehr Kritikfähigkeit zugetraut hätte.

Und ich bin verzweifelt, denn wem kann ich jetzt noch vertrauen? Die nächsten Tage suche ich immer wieder das Gespräch mit Polizist*innen – die Antwort so, oder so ähnlich: Was bist du auch hier, geh doch nach Hause.

All die Gewalt, die in Hamburg geherrscht hat ist nichts im Vergleich zu der krassen strukturellen und menschenverachtenden Gewalt, die die G20-Politik Milliarden von Menschen antut.

Während ich auf dem G20-Gegengipfel immer wieder höre, dass offene Märkte für sogenannte Entwicklungsländer den Wirtschaftlichen Ruin bedeuten, lese ich in der Zeitung, dass sich die G20 dem “Kampf gegen Protektionismus” verschrieben haben.

Auf dem Papier liest es sich trocken aber in der Realität wird die Lebensgrundlage von vielleicht mehr Menschen zerstört, als von den G20 vertreten werden.

Diese Message sollte um den Globus ziehen und nicht Bilder von brennenden Autos mit unklarer Tätergruppe.

Was nehme ich also nach Hause? Ein kleines Trauma und mehr Gewalt, als ich je in meinem Leben gesehen habe. Und den unbedingten Willen, etwas verändern zu wollen, mich stärker als bisher politisch engagieren zu wollen.

Ich will meine Privilegien, die ich als Bürger dieses Landes genieße, nutzen, um für Menschen, die weit weniger priveligiert sind, einzustehen.

Für mich hat sich der Gipfel gelohnt: Ich wurde politisiert und radikalisiert.

Dafür sind sie also gut, unsere Freunde und Helfer.”