Pervitin = Chrystal Meth – Drogen im II. Weltkrieg – Wach und heiter und so weiter

Der zweite Weltkrieg war ein Speedkrieg – von Adolf Hitler bis Heinrich Böll waren alle auf “Pervitin“. An KZ-Häftlingen wurden die Drogen getestet.

“Insbesondere während der Blitzkriege gegen Polen und Frankreich 1939/40 fand Methamphetamin millionenfache Verwendung. Unter den Spitznamen Panzerschokolade, Stuka-Tabletten und Hermann-Göring-Pillen diente das Mittel zur Dämpfung des Angstgefühls sowie zur Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit bei Soldaten, Fahrzeugführern und Piloten.[16]

Sowohl Bundeswehr als auch Nationale Volksarmee (NVA) lagerten Pervitin für den Ernstfall bis zu den 1970er Jahren ein.[25] Es war Bestandteil der Verpflegung für Fallschirmjäger und wurde bei Übungen ausgegeben.[25] Die NVA produzierte Pervitin in einer Fabrik in Königsbrück bis 1975; es wurde danach durch APo-Neuron abgelöst. Bei Piloten war Pervitin für den Notfall vorgesehen, und der Verbandsatz der NVA enthielt bis 1988 Pervitin.[25] Auch nach 1945 wurde der Wirkstoff vom US-Militär zur Leistungssteigerung eingesetzt, beispielsweise während des Vietnamkriegs. Im Sport soll Pervitin als Doping­mittel genutzt worden sein[26] (siehe auch: Fußball-Weltmeister 1954). Der österreichische Bergsteiger Hermann Buhl benutzte Pervitin auf Anraten des Expeditionsarztes bei seiner Erstbesteigung des Nanga Parbat 1953.[27][28] Der deutsche Boxer Jupp Elze hatte sich 1968 vor seinem Kampf um die Europameisterschaft gegen Juan Carlos Duran mit Pervitin aufgeputscht und ging als erster deutscher Profisportler in die Geschichte ein, der an den Folgen von Doping starb.[29] Elze hatte 150 Kopftreffer erlitten, die er vermutlich nur wegen des durch Pervitin herabgesetzten Schmerzempfindens aushalten konnte, fiel ins Koma und starb an einer Gehirnblutung.[30] Das Fertigarzneimittel Pervitin blieb bis 1988 im Handel.”

https://de.wikipedia.org/wiki/Methamphetamin#Verwendung_im_Zweiten_Weltkrieg

http://www.taz.de/!5104540/

Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs
Krankenakte Hitler
Film von Friedrich Scherer, Steffi Schöbel und Thomas Staehler
Sendetermine

Mo. 14.12.15, 21.00 Uhr

Di. 15.12.15, 01.30 Uhr

Di. 15.12.15, 08.15 Uhr

Di. 15.12.15, 19.15 Uhr

Wie krank war Hitler? Diese Frage beschäftigt Mediziner, Psychiater und Historiker seit mehr als sechzig Jahren. “Ein Mann, der einen verbrecherischen Krieg vom Zaun gebrochen hat und sechs Millionen Juden ermorden ließ, der muss auf seine Gesundheit hin untersucht werden”, sagt der Medizinhistoriker Prof. Dr. Hans-Joachim Neumann. Hitlers Medikamentenliste ist lang: 82 verschiedene Präparate nahm er ein – bis zu acht verschiedene Arzneimittel täglich – und das, obwohl er von sich selbst behauptete: “Ich war nie krank”. Anhand der Krankenakten Hitlers aus Archiven und Privatbesitz – darunter auch aus dem Nachlass seines Leibarztes Theodor Morell – rekonstruiert der Film, wie es wirklich um die Gesundheit des Diktators stand.

Nach 1945 wurde Hitlers Leibarzt von Kollegen bezichtigt, er habe Hitler “mit Drogen vollgepumpt” und völlig falsch behandelt. Hitler nahm harmlose Substanzen wie Traubenzucker und Vitamine, aber auch abhängig machende Medikamente wie Morphium und barbiturathaltige Schlafmittel. Pillen, die er einnahm, enthielten Strychnin, ein Nervengift. Ab 1944 gab Morell seinem Patienten jeden Tag nach dem Aufstehen eine “Kraftspritze”. Zeitgenossen vermuteten, dass es sich dabei um das Aufputschmittel “Pervitin” handelte, ein Metamphetamin, das unter dem Namen “Crystal Meth” auch heute noch zu den gefährlichsten Drogen überhaupt gehört.

Im August 1941 nahmen Zeitgenossen bei Hitler zum ersten Mal ein Zittern seines linken Arms wahr. Die letzten Aufnahmen des Diktators im März 1945 zeigen ihn als zitterndes Wrack. War es eine Folge des jahrelangen Medikamentenmissbrauchs, wie einige Forscher vermuten?

https://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/geheimnisse_des_zweiten_weltkriegs_/926859?datum=2015-12-14